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| Windekaym | Gibt es hier weitere Infos! Gruß |
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| Mānts | Übersetzt durch http://translation2.paralink.com/ |
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| Nērtiks | |||
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| Kareusnā | Es war sehr nett zu erkennen, daß Ihre direkte Vorfahren aus Schirten, Bregden, Gedilgen - Ortschaften rund um Heiligenbeil kamen. Ich wohne in zwei Kilometer von Heiligenbeil – in Pr. Bahnau. Dieses Land seine Geschichte und Kultur interresieren mich sehr. Auch interessiert mich altprussische Familie Perbandt. Einer von unseren Kollegen hat mit Sigrid von Perbandt verkehrt. Kennen Sie sie? Vielleicht wissen Sie auch aus welcher Linie Sigrid von Perbandt abstammt? Wie ist sie Ihnen verwandt? Ich war mehrmals auf dem Schloßberg von Perbandt, die sich in der Nähe von Pregel, im Langendorf, zwischen Königsberg und Tapiau befindet. Die Aussicht auf Pregel ist dort wunderschön. Auf dem Schloßberg ist so etwas wie die Ruinen von einem Familiengrabgewölbe. Ich weiß, daß wo die Dörfe Kremitten, Podollen liegen und da herum die Familienländer von Perbandt sind. Es gibt sehr interessantes archäologisches Material der Grabstätte Kremitten. Es wird gemeint, daß Perbandts oder ihre Vorfahren dort von Anfang unserer Zeitrechnung (d.h. schon zweitausend Jahre lang) Gräberfelder machten. Kennen Sie diese Gegenden? Waren Sie irgendwann hier in Preußen? Mich interessiert auch sehr ein Schloßberg in der Nähe von Gedilgen – Lateiner Berg. Vielleicht wissen Sie etwas über ihn (oder jemand von Ihrer Verwandten könnte etwas wissen)? Vielleicht haben Sie etwas interessantes von der Heimatstadt und den Umgebungen von Ihrem Großvater gehört? Aufnahme zu urteilen sind Sie sehr Ihrem Großvater ähnlich. Es wurde sehr interessant mit Ihnen zu korrespondieren. |
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| Windekaym | Ich danke für den sehr interessanten Beitrag (lieben Gruß auch an Nērtiks und Mānts. Meines Wissens sind die Perbandts alle mit einander (entfernt) verwand. Die Linie "von Perbandt" ist mit meiner aber nur weit entfernt verwandt. Ichfasse ein paar Dinge zusammen: Ursprung Als Stammvater wird “Sklode de Quedenau, nobilis” genannt, der um 1200 geboren und am 13.7.1261 bei der Schlacht an der Durbe im Dienste des Deutschen Ordens gefallen ist. Wichtige Perbandts Der Geschichtsschreiber Simon Grunau schreibt Anfang des 16.Jahrhunderts über „Bestattungszeremonien der “: „In künstlich aufgeschütteten Hügeln ließen sich viele Edle der begraben; so auch Fürst Perbandt.“ Die preußische Famlilie VON PERBANDT kann ihre Stammlienie von Perbandt v. Windekaym bis nach 1945 belegen und saß bis 1945 auf Langendorf bei Kremitten im Kreis Wehlau. Im Jahr 1469 verbürgen sich eine Reihe Adliger für Schuldbriefe, die der Statthalter des Hochmeisters ausgestellt hat. Unter ihnen ist auch ein „Brosien Perbandt“ zu finden. Diese Gruppe von Adligen soll auch in späteren Jahren in der nähe des Hochmeisters zu finden gewesen sein. Etliche Perbandts waren in Königsberg in einflußreicher Stellung zu finden: Dominicus Perbandt 1507-1602 – Bürgermeister der Aldtstadt Königsberg. Lorenz Perbandt 1562-1624 - Bürgermeister der Aldtstadt Weitere Perbandts waren bei Gericht und Ratsherren Außerhalb Königsbergs sind zu nennen: Joachim Perbandt *1548 wird am 6.12.1586 Rektor der Particularschule in Lyck. Albrecht v. Perbandt war um 1570 Hauptmann und „Commandant“ der Festung Memel. Perbandts im Kreis Heiligenbeil Ab 1420 wird dann Hermann Barbandt genannt, der sich im prussischen Feld Womegithen „einkaufen“ kann. Seinem Sohn Jacob Perbandt und auch später seinem Enkel Jörge Perbandt wurden dann 3 Güter verliehen: Lemkes Gut, [Weißels], Mungkhen, [Müngen] und Womegithen [das spätere Perbanden], und 1493 vom Hauskomtur von Balga festgeschrieben; [Ostpr.Fol.116 f.482 b.] 1498 wurden die Güter dem Jacob Perbandt, Jörge war wohl schon tot, bestätigt. [Ostpr.Fol.116 f.438 b; 141 f.426; PU Schi.XXVI 237 Reg.II 3763] . Zu 1540 ist ein Vertrag zwischen den Schwägern Hans Rhadewalth, Hans Kretschmer und "Casper Perwant", dem Sohn Jorge mit Hans Hantel und seiner Frau Katherina, Witwe des Jörge überliefert [Ostpr. Fol.141 f.285 a]; nach dem Hans Hantel mit seinen Stiefkindern, den Kindern des "Jörge Perwande" die Güter geteilt hat. Ab 1600 ist mit Raphael Perbandt * etwa 1580, Enkel von Jörge Perbandt auf Perbanden. Er hatte, so die Einwohnerlisten [Prästationstabellen] des Kr. Heiligenbeil, drei uns bekannte Kinder: 1. Andres Perbandt, * etwa 1600-1610 ohne weitere Angaben. 2. Christoff Perbandt, * etwa 1605-1615 bewirtschaftet bis etwa 1670 das Gut Perbanden, dann geht das Gut wohl in die Hände des Schwiegersohnes. 3. Friederich Perbandt * 1619 auf Perbanden, gestorben Febr. 1701, begraben in Lindenau am 16.02.1701. Es gibt übrigens auch ein Landendorf bei Zinten (Kornewo) das lange in Besitz von Perbands war. Zum Lateinerberg habe ich einige Informationen! Ich werde Ihnen diese gerne noch zusenden. Liebe Grüße Christian Perbandt (Windekaym) |
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| Kareusnā | Vielen dank für die Information. Es ist seht interessant und wichtig für mich. Ich besuche diesen Ortschaften (besonderes im Kreis von Heiligenbeil) sehr oft. Übrigens, wenn Sie irgenwelchen Photos von dieser Ortschaften brauchen, konnte ich diese Ihnen gern per E-Mail schicken. Es wäre sehr nett, wenn sie auch die Informationen zum Lateinerberg mir schickten. Meine E-Mail ist: [email]Kareusna_Jaunauskeviciute@yahoo.co.uk[/email]. Liebe Grüße Kareusnā Jaunauškevičiutė. |
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| Windekaym | Anbei etwas über den Lateinerberg, aus dem Buch „700 Jahre Heiligenbeil“ von Georg Jenkner Grüße Windekaym Der Lateinerberg (Plettinenberg) bei Heiligenbeil Viele Flüsse und Bäche in Ostpreußen schaffen mit ihren meist tief eingeschnittenen Tälern und oft waldbestandenen Uferhängen reizvolle Landschaftsbilder. Das sich in vielen Windun¬gen erstreckende Tal der Jarft, eines Nebenflüßchens der ins Frische Haff mündenden Bahnau, hat etwa 7 km östlich von Heiligenbeil besonders hohe Steilufer mit vorspringenden Bergna¬sen, tiefen Schluchten und herrlichem Mischwald gebildet. Diese Gegend heißt der Lateinerberg, im Volksmund der Stadt- oder Hospitalwald. Er ist wegen seiner Schönheit und stillen Anmut seit alters ein gern besuchter Erholungsort der Heiligenbeiler und der Bewohner der umliegenden Orte. Das schlichte Gasthaus ist aus dem Waldwärterhaus hervorgegangen, das in alter Zeit der Waldwart des St.-Georg-Hospitals und später der Heiligenbeiler Stadtförster bewohnt hat. 1932 verlegte die Stadt Heiligenbeil den Wohnsitz des Försters in das Stadtgut Neuwalde. In das alte Försterhaus zog der Gastwirt Otto Rieß ein. Ursprünglich waren der Lateinerberg und der Hospitalwald zwei durch die Jarft getrennte Ge¬biete. Der auf dem linken Flußufer gelegene Lateinerberg einschließlich Schloßberg gehörte zum Dorf Grünwalde. Der sich auf dem rechten Jarftufer ausdehnende Hospitalwald war um 1500 im Besitz des Augustinerklosters zu Heiligenbeil. Seit 1563 gehört der Hospitalwald dem St.-Georgs-Hospital zu Heiligenbeil. Neben dem den Lateinerberg und Hospitalwald gemeinsam bezeichnenden Namen Stadtwald ist der amtliche Name Lateinerberg bei der Bevölkerung verbreitet. Dieser Name tritt erst im 18. Jahrhundert auf. Einige Heimatforscher haben ihn mit der Lateinschule in Heiligenbeil in Ver¬bindung gebracht, was aber falsch ist. Der Name ist vielmehr eine Umdeutung der urkundlich überlieferten Bezeichnung Plettinenberg über die Form Lettinenberg, aus dem die hochdeutsche Bezeichnung Lateinerberg geworden ist. Der alte Name ist auf einem Plan des Dorfes Grünwal¬de aus dem Jahre 1664 zu finden. Der Plettinenberg ist einst eine bedeutende prußische Burganlage gewesen. Der mächtige Wall im Osten führt im Volksmund den Namen Schwedenschanze. Auf dem früher Kirchberg genann¬ten Schloßberg sind die Wälle heute auch noch schwach erkennbar. Auf dem östlichen, steil emporragenden Teil des Schloßbergs wurde in den dreißiger Jahren das "Haus der Sorge" ge¬baut, ein Sommer-Aufenthaltsheim für Angestellte, Arbeiter und Beamte der Stadt Heiligen¬beil. Im Norden lag das Gehöft des Gasthauses Lateinerberg. Im Westen des Schloßberges wurde ein Turnierplatz angelegt, auf dem auch Pferdeschauen des Kreises Heiligenbeil statt¬fanden. Die erwähnte Zeichnung aus dem Jahre 1664 zeigt eine dreiteilige Anlage. In einer großen Schleife der Jarft erheben sich der Kirchberg und der Kranzberg. Der Kirchberg ist die höchste Bergkuppe, die nach Osten besonders steil zum Jarfttal abfällt. Er wird gegen den Kranzberg durch zwei erkennbare Wälle abgetrennt. Die Bezeichnung Kirchberg läßt auf eine prußische Kultstätte bzw. auf eine christliche Kirche in der frühen Ordenszeit schließen. Der Kranzberg, von Wäldern kranzförmig umgeben, war der Burgbesitz der prußischen Edlen. Das besondere an der gesamten Anlage ist die den beiden Burgen vorgelagerte Fliehburg, der Plettinenberg. Diese wird an zwei Seiten durch das tiefe Jarfttal, an der dritten durch die Grund, einem klei¬nen Nebenfluß, und an der offenen Landseite im Osten durch einen etwa sieben bis acht Meter hohen Wall, die Schwedenschanze, geschützt. In der Skizze erkennt man, daß die weiträumige, fast nur viereckige Fliehburg an den übrigen Seiten (im Süden, Westen, Norden) durch Wälle eingefaßt war. Nur ein Burgtor in der Nordostecke führte in die gesamte dreiteilige Wehr- und Kultanlage. In Kriegszeiten konnte sie zahlreiche Menschen und Vieh aufnehmen. Der Lateinerberg war der Sitz des prußischen Edlen Gedune, der schon 1249 im Friedensver¬trag von Christburg genannt wird. Da er, ein Samländer aus dem Geschlecht der Candeyne, sich früh zum Christentum bekannte und auf die Seite des Ordens stellte, verfügte er über einen großen Landbesitz, den ihm der Deutsche Orden 1261 und 1262 verbriefte. Wie es der Orden gefordert hatte, ließ Gedune auf seinem Burgsitz eine christliche Kirche erbauen, die im großen Aufstand (ab 1261) zerstört, später in der 1301 gegründeten Stadt Heiligenbeil neu errichtet worden ist. Es gibt eine Sage über den uneinnehmbaren Lateinerberg: Als die Schweden im Lande waren, wollten sie den Schanzenberg, das ist der hohe Wall beim Lateinerberg, einnehmen. Sie hatten deshalb ihr Feldlager auf dem Auenberg, einem Acker nördlich des Dorfes Grünwalde, aufge¬schlagen. Alle Versuche der Schweden, die Feste zu erstürmen, mißglückten. Als ihnen nach sieben Jahren die Lebensmittel ausgingen und keine mehr aufzutreiben waren, zogen sie ab. |
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| Kareusnā | Es ist höchst interessant, was in diesem Text von Plettinenberg geschrieben ist. Da geht’s auch um einen Plan des Dorfes Grünwalde, wo (wenn is es richtig verstanden habe) alle Plätze (der Plattinenberg, der Kranzberg, der Kirchberg) notiert sind. Haben Sie vieleicht diesen Plan? Konnten Sie mir den auch per E-Mail schicken? Ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür. Liebe Grüße Kareusnā Jaunauškevičiutė. |
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| Trinolds | |||
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| Nērtiks | Nū, pastippai perbandānts sēimisemmens ;) |
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